Ein Besuch des Bergwerkes Merkers gehört gewiss zu den beeindruckendsten Erlebnissen im südlichen Wartburgkreis. Der Kaliabbau unter Tage wird damit für jeden Besucher verständlich und erlebbar. 1911 begann hier die Förderung, 1991 wurde der Schacht als Besucherbergwerk eingerichtet. 1980 entdeckte man in ca. 800 Meter Tiefe eine Kristallgrotte, die mit ihren Ausmaßen und mineralogischen Naturschönheiten einmalig in Europa ist. Die Führungen dauern ca. 2,5 Stunden. Die Kristallgrotte im Erlebnisbergwerk Merkers im Wartburgkreis trägt das Prädikat „Nationales Geotop“. Die Kristallgrotte in 800 Meter Tiefe ist der Höhepunkt eines Ausflugs in die Welt des Weißen Goldes und tiefster Punkt der Rundfahrt durch das mehr als 100 Jahre alte Kalibergwerk Merkers. Die Rundfahrt beginnt mit der Fahrt im Förderkorb mit acht Metern pro Sekunde in 503 Meter Tiefe. Nach nur anderthalb Minuten umfängt den Besucher das riesige Reich des Kalireviers an der Werra, welches mit 980 Quadratkilometern übrigens das größte Bergbaurevier Deutschlands ist. Rund dreißig Kilometer geht es mit nagelneuen Transportfahrzeugen durch die Grube. Stationen sind das Museum, der Goldraum, in dem kurz vor Kriegsende die Goldreserven der Deutschen Reichsbank eingelagert worden waren und der Großbunker, in dem der einzige Schaufelradbagger unter Tage steht.  Höhepunkt ist schließlich die Kristallgrotte, die von den Urkräften des Rhönvulkanismus vor rund 20 Millionen Jahren geschaffen wurde. Sie ist an Decke und Wänden fast vollständig von riesenhaft gewachsenen Salzkristallen bedeckt.